Archiv des Autors: Florian

Theatertage 2019: „Hüttenzauber und andere Geheimnisse“

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Silvester feiern auf einer Jagdhütte im Wald. Zu zweit träumen auf dem Schaffell vor dem Kamin. Frischen Wind in die eingefahrene Beziehung bringen. Eben Romantik pur. So stellt sich Birgit die kommenden Tage vor. Dass ihr Ehemann Siegfried dieser Hüttenromantik nicht allzu viel abgewinnen kann und hauptsächlich damit beschäftigt ist, sich um seine Gesundheit zu kümmern und jedes Staubkorn zu beseitigen, kann Birgit noch verkraften. Aber was dann passiert, zerrt doch sehr an ihren Nerven. Mit der unerwarteten Ankunft ihres Bruders Kurti beginnt das Verhängnis. Immer mehr ungebetene Gäste kreuzen auf: der Chef von Kurti mit Sekretärin und ein Flitterwöchnerpaar. Durch eine Reihe von Missverständnissen entwickelt sich eine Eigendynamik, die nicht mehr aufzuhalten ist. Was passiert mit dem Revierförster, der Augenzeuge eines vermeintlichen Einbruchs wird? Warum wollen Siegfried, Birgit und Kurti nachts ein Loch im Wald graben? Als wäre das Chaos aus Schwindeleien, Versteckspielen, Vertuschungs- und anderen Manövern noch nicht genug, kommt auch noch die Chefin von Kurti. Na dann, „Prosit Neujahr“!

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Theatertage 2018: „Die Silberhochzeit“ oder „Lieber einen Mann als gar keinen Ärger!“

Es ist der 24. Juni, ein warmer Sommertag, doch im Wohnzimmer der Familie Fetzer steht noch immer der Weihnachtsbaum, an dem sich mit letzter Kraft einige Nadeln festhalten. Die Wohnung versinkt im Chaos, denn die Umgebung des Christbaums wurde von Emil, dem Herrn des Hauses, zum Sperrgebiet erklärt.

Schließlich stehen 30 Liter Bier auf dem Spiel, die Emil erhält, wenn „es sein Baum länger aushält“ als der seines Freundes Oswald. Und mitten in den Streitereien um den Baum und das seit 25 Jahren nicht mehr tapezierte Wohnzimmer keimt bei Emil und seiner Frau Betty der Verdacht, man könne in einer Woche Silberhochzeit haben. Doch in welchem Jahr war der „Kriegsbeginn“? Die „Sterbeurkunde“ ist nicht zu finden, das „Fangeisen“ geht nicht vom Finger und auch Oswald, der den Fehler seines Lebens im gleichen Jahr wie Emil begangen hat, kann sich lediglich erinnern, dass es im besagten Jahr auf dem Feuerwehrfest Schaschlik gab. Der Verdacht wird zur Gewissheit, die Silberhochzeit steht vor der Tür!

Betty und Oswalds Frau Helga wollen groß feiern und erwarten Geschenke für ihr Durchhaltevermögen, doch die Männer sind der Meinung ein Obstkuchen und eine Tasse Kaffee wären in Anbetracht dessen, was man bereits erlitten habe, völlig ausreichend. Die Enttäuschung ist groß, bei Helga und Betty fließen die Tränen und auch Emil gerät in Panik, als Betty die Anreise der Erbtante Edith zur Silberhochzeit verkündet. Schnell wird allen klar, dass man den Erwartungen der Erbtante wohl in keiner Weise gerecht werden wird. Denn Betty hat in ihren Briefen an Tante Edith ihr Familienleben so dargestellt, wie sie es sich immer erträumt hat. Sohn Stefan, der mit Ach und Krach seine Schlosserlehre geschafft hat, ist Zahnarzt. Die Familie verkehrt, statt mit Oswald und seiner Frau Helga, die nicht mit Intelligenz gesegnet sind, in höchsten Kreisen. Und der sein Sofa und Bier liebende Emil ist der angesehenste Bürger der ganzen Gemeinde.

Nun ist guter Rat teuer, schließlich baut Emils gesamte Altersvorsorge auf Tante Edith auf und man will auf keinen Fall enterbt werden! Die Silberhochzeit steigt genauso, wie Betty es sich erträumt hat! Unter Mithilfe der Nachbarn und Freunde wird für Tante Edith ein wahres Theaterstück inszeniert, um sich als „High Society“ darzustellen, was leider nicht immer ganz reibungslos klappt, denn Manieren und gute Umgangsformen erlernt man nicht so schnell. Aber – nicht nur die von Emil für die Feier engagierten Nachbarn spielen Theater!

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